Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 45 / 2023

07.11.2023

Es war bloss ein kurzer Zwischenhalt zu Hause. Bereits am Montagmorgen verlasse ich erwartungsfroh und mit vollem Handgepäck die Wohnung. Es geht nach Sizilien bzw. erst mal nach Palermo.

 
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Erst kurz vor Ankunft auf dem Flughafen der sizilianischen Hauptstadt lichten sich die Wolken und geben die Sicht frei. Bedingt durch den starken Wind fällt der Anflug entsprechend aus. Wir werden kräftig durchgeschüttelt, landen aber sicher.

Bischof De Lazzari erwartet mich und nach herzlicher Begrüssung geht die Reise mit dem Mietwagen los Richtung Gioiosa Marea an der Nordküste Siziliens. Die sturmartigen Winde begleiten uns und zerren tüchtig am Auto. Für die knapp 200 Kilometer benötigen wir zweieinhalb Stunden. Bis Mittwochabend wird die zurückgelegte Strecke etwas über 900 Kilometer betragen. Heute Abend soll bei unseren Geschwistern zu Hause der erste Gottesdienst auf dieser Reise stattfinden. Es ist bereits dunkel als wir kurz nach sechs Uhr eintreffen.

«Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.» Diese Worte Jesu aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 18, Vers 20 werden Tatsache und zum tiefen Erleben. Jesus ist mitten in der Gemeinde, wenn sie auch noch so klein ist. Schaut einmal mit welcher Liebe und Ehrfurcht der Raum in der Wohnung zum Gottesdienst hergerichtet wurde. Auch der Altarschmuck darf nicht fehlen. Es ist ein seliges Erleben, das sich mehrmals wiederholen wird. Gottesdienste im kleinen Kreis sind besonders intensiv. Hinzu kommt, dass aufgrund des Mangels an Amtsträgern nur sehr selten Gottesdienste durchgeführt werden können. Meistens sind die Geschwister per IPTV angeschlossen. Ihr könnt euch kaum vorstellen, was die Feier des Heiligen Abendmahls an Emotionen auslöst. Einfach ein Stück Himmel schon hier auf Erden. Auch wenn wir nur zu viert sind, singen wir gemeinsam.

Vorbei an von Buschbränden hell erleuchteten Hängen, in denen die Feuerwehr versucht der Flammen Herr zu werden, geht nach diesem eindrücklichen Erleben die Reise nach Messina, wo wir übernachten. Das, was ich oben beschrieben habe, wiederholt sich am Dienstagmorgen auch in Messina und am Nachmittag in Bronte, an den Hängen des Ätna. In den Wohnungen unserer Geschwister wurde liebevoll alles für den Gottesdienst hergerichtet. Die Herzen sind aufnahmebereit und die Vorfreude ist riesig. Aus den Begegnungen im Kreis dieser Kleinstgemeinden nehme ich unendlich viel mit. Es ist ein Herzensschatz.

In der hereinbrechenden Nacht geht die Reise von Bronte in den Süden der Insel nach Gela, Provinz Caltanissetta. Am Mittwochmorgen um 10.00 Uhr werden wir in unserer Kirche die Begegnung mit Gott im Kreis der Geschwister von Catania und Gela erleben. Zuerst gibt es aber ein paar Stunden Schlaf.

Italien feiert an diesem 1. November den katholischen Festtag Ognissanti (Allerheiligen). Dank diesem Feiertag können wir uns auch tagsüber zum Gottesdienst versammeln. Zusammen erleben wir eine besondere Gnade, darf doch die kleine Diletta die Gabe des Heiligen Geistes empfangen und damit ein Gotteskind werden. Es ist ein wahres Fest der Freude. Auch hier, wie bereits zuvor in unseren kleinen Gemeinden, fällt es unendlich schwer, Abschied zu nehmen. Die Zeit drängt, denn um 15.30 Uhr ist der Gottesdienst in Palermo angesetzt.

Entgegen den Voraussagen gibt es auf der Reise keine Staus und wir kommen gut voran. Allerdings fällt das Mittagessen aus. Für einmal etwas fasten ist gar nicht so schlecht.

Unsere Kirche in Palermo ist sehr gut besetzt. Es gibt heute nochmal ein kleines Glaubensschwesterchen. Aria darf die beiden Sakramente der Wiedergeburt erleben. Die Heilige Wassertaufe und die Heilige Versiegelung machen es zum Gotteskind. Damit darf es die wunderbaren Verheissungen, die damit verbunden sind, für sich beanspruchen. Das ist auch der Grund, warum neben den Geschwistern von Castelvetrano, Palermo und Sciacca 47 Gäste anwesend sind. Auch musikalisch kommen wir nicht zu kurz.

Neben Sologesang in Begleitung der Orgel und des Elektropianos singt auch die Gemeinde. Nach dem Gottesdienst bleiben wir noch alle zusammen, um «comunione» zu erleben. Bei Speise und Trank, gespendet von der jungen Familie, verbringen wir die Zeit in regem Austausch, während sich draussen ein Gewittersturm entlädt.

Arrivederci, un abbraccio forte! Rimaniamo fedeli e aspettiamo con ansia il ritorno die Gesù Cristo, il nostro Sposo (auf Wiedersehen, eine feste Umarmung! Wir bleiben treu und warten sehnsüchtig auf die Rückkehr von Jesus Christus, unserem Bräutigam).

Gerne verweise ich auf den Bericht auf unserer Homepage:
Giro della Sicilia in tre giorni - Chiesa regionale Italia (cnaitalia.org)

Etwas müde, aber glücklich trete ich am nächsten Tag die Rückreise nach Hause an.

Drei Mal im Jahr dürfen wir Gottesdienste für Entschlafene erleben. Es sind Festtage der Freude. Der Stammapostel und die Bezirksapostel spenden die drei Sakramente den bereiteten Seelen in der jenseitigen Welt. Dazu empfangen stellvertretend zwei Amtsträger sichtbar für die Gemeinde die Heiligen Handlungen. Die Gemeinde Bern-Bümpliz wird diese besonderen Augenblicke erleben dürfen. Am Samstagabend stimmen wir uns auf das Erleben vom Sonntag ein.

Die Vorbereitung erlebe ich zusammen mit gegen einhundert Geschwistern. Gesang, Wortbeiträge und Stille mit Anzünden von Kerzen schaffen eine wunderbare Atmosphäre. Ein tiefer Friede senkt sich auf alle Anwesende. In der Vorfreude auf das grosse Fest beschliessen wir unser Zusammensein.

Ein erster Herbststurm braust über die Schweiz und rüttelt an allem, was nicht festgebunden oder sicher verstaut ist. Es ist Sonntagmorgen. Alles ist bereit. Mit Sehnsucht erwarten wir in grosser Gemeinde auf das Geisteswirken und das Heilsgeschehen an den bereiteten Seelen aus der jenseitigen Welt. Das Erleben lässt in uns die Sehnsucht auf die gemeinsame Zukunft beim Herrn noch grösser werden. Die berührenden Liedvorträge bereichern das Gottesdiensterleben. Die Jugend hat auf kleinen Herzen Gedanken zu Papier gebracht. Die vielen kleinen wurden schliesslich zu einem grossen Herzen zusammengefügt.

Gerne verweise ich auf den Bericht auf unserer Homepage:
Denn wer den Namen des Herrn anruft, wird selig werden! - Gebietskirche Schweiz (nak.ch)

Diese Notizen sind etwas länger geworden, aber es gab einfach viel zu berichten.

Das Erscheinen der nächsten Reisenotizen ist noch unbestimmt. Wenn am kommenden Dienstag das Visum für die Reise als Begleiter des Stammapostels nach Bangladesch und Indien erteilt wird, geht am Mittwoch die Reise in den fernen Osten los. Die Rückkehr ist auf den 19. November vorgesehen. Von Herzen wünsche ich allen eine bewahrte und von Gott gesegnete Zeit. Danke für eure Gebete!

 

 

 
 

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