"Damit sie alle eins seien"

17.06.2026

Bezirksapostel Thomas Deubel besuchte am Mittwochabend die Gemeinden Lenzburg, Wildegg und Gränichen. Grundlage zum Gottesdienst war die Bitte Jesus: "Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien ..." (Joh. 17, 20-21). Damit sind wir als gläubige Christen gemeint. Aber was heisst das genau?

Bereits dreissig Minuten vor Beginn wurden die zahlreich eintreffenden Gottesdienstbesuchenden durch das Kammerorchester eingestimmt. Ein rassiges Air aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel und das berührende Largo aus Xerxes sowie Edvard Griegs wunderbare "Morgenstimmung" erklangen neben den bekannten Liedern "Gott mit euch" und "ich laden oi ii".

Der Bezirksapostel zeigte auf, wie es möglich ist, dass die Gläubigen alle untereinander eins sind. Wenn jede und jeder von uns mit Gott verbunden ist, dann lassen wir uns alle von Gott lenken. Es ist wie bei einem Körper. Alle Glieder sind mit dem Kopf über die Nerven verbunden. Die Glieder streiten sich nicht untereinander beispielsweise wer das Wichtigste oder Schönste oder das Fleissigste sei. Alle ziehen am gleichen Strick in dieselbe Richtung. Ist ein Körperteil wie die Hand verletzt, dann wird es sofort von anderen unterstützt. Die andere Hand hilft bei Bewegungen, die nicht mehr gehen. Sie erwartet dabei keine Belohnung oder besonderen Dank der verletzten Hand. Sie hilft einfach, weil sie eins ist mit dem Haupt.

DerText aus dem hohepriesterlichen Gebet lautet weiter, " .... damit sie alle eins seien. Wie du, Vater in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein ...". Der Bezirksapostel verglich die Trinität von Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist mit den drei Aggregatszuständen von H2O. Der Grundstoff H2O kann als gefrorenes Eis, als flüssiges Wasser und als Wasserdampf vorkommen. Aber dieser Vergleich hinkt, schränkte der Bezirksapostel ein. Das Einssein von Vater - Sohn - Heiliger Geist ist weit mehr und lässt sich nicht vollumfänglich beschreiben. 

Ein Mönch hat das Einssein der göttlichen Trinität vor rund 600 Jahren in einem Bild gemalt. Ein Tisch an dem der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sitzen. Der vierte Platz am Tisch ist jedoch leer. Dies ist der Platz des Menschen. Zu Beginn der Schöpfung war der Mensch der vierte Teil dieser Tischgemeinschaft. Durch die Sünde hat er sich von Gott getrennt. Dank dem Opfer am Kreuz und der Gnade unseres Herrn Jesus ist es den Menschen möglich, diesen Platz am Tisch wieder einnehmen zu dürfen. Wir sind bei der Feier des Heiligen Abendmahles immer wieder dazu eingeladen. Jesus hat zudem verheissen, dass er wiederkommen wird. Dann werden diejenigen, welche an ihn glauben, wieder mit Gott vereint werden. Die Wiederkunft Jesus ist die wichtigste Botschaft im Evangelium und ist das Ziel unseres Glaubens.

In einem weiteren Höhepunkt des Gottesdienstes durften zwei Kinder mit dem Heiligen Geist versiegelt werden. Als besondere Gabe wurde der Geist Gottes in sie hineingelegt. Die Eltern und die ganze Gemeinde wurden ermuntert, den Kindern Vorbild zu sein in der Liebe und in der Gemeinschaft untereinander, in der Liebe und im Vertrauen zu Gott und in der Liebe und dem Dienst am Nächsten. So wird sich diese göttliche Gabe in den Kindern entwickeln.

Der Gottesdienst wurde umrahmt von einem gemeinsamen Chor aus den drei Gemeinden. Die Lieder wurden sorgfältig und berührend vorgetragen. Das Schlusslied Heaven is a wonderfull World war ein fetziger, freudiger Abschluss.